Sie haben also die wichtige Frage geklärt, ob Sie einen Neu- oder Gebrauchtwagen kaufen sollen. Der Kauf eines Gebrauchtwagens kann eine gute Möglichkeit sein, ohne den hohen Preis eines Neuwagens auf die Straße zu kommen. Aber woher wissen Sie, dass ein Gebrauchtfahrzeug alles ist, was in der Online-Anzeige angepriesen wurde?

1. Fahrzeuggeschichte

Holen Sie so viele Informationen wie möglich vom aktuellen Besitzer ein und stellen Sie dann Ihre eigenen Nachforschungen an. Wenn Sie die Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) durch einen kostenpflichtigen Dienst wie CARFAX laufen lassen, erfahren Sie, ob das Auto in einen Unfall verwickelt war, ob es irgendwelche Pfandrechte gibt und ob es irgendwelche Rückrufe für das Modell gibt.

2. Rost oder Lackschäden

Gehen Sie um das Auto herum und halten Sie Ausschau nach rostigen Stellen oder Lackschäden. Kleine, örtlich begrenzte Rostflecken sind nicht unbedingt ein Grund, den Kauf abzubrechen, da sie relativ einfach repariert werden können. Wenn es aber Stellen gibt, an denen das Metall völlig durchgerostet ist, sollten Sie den Kauf überdenken.

 

3. Probleme mit dem Rahmen

Während Sie um das Fahrzeug herumgehen, sollten Sie auch nach Problemen mit dem Rahmen suchen. Steht das Auto waagerecht auf dem Boden? Hängt etwas vom Fahrgestell herunter? Achten Sie auf die Stoßstangen und suchen Sie im Kofferraum und auf der Motorhaube nach neuen Schrauben oder Verwerfungen, die auf einen kürzlichen Unfall hindeuten könnten.

 

4. Unter der Motorhaube

Der Motor ist der wichtigste Teil eines jeden Fahrzeugs. Öffnen Sie bei abgestelltem Fahrzeug die Motorhaube und führen Sie eine Sichtprüfung des Motors durch: Flüssigkeitslecks, Korrosion und gerissene Schläuche und Riemen. Prüfen Sie die Öl- und Getriebeölmessstäbe auf Verfärbungen – Öl sollte hellbraun sein, Getriebeöl sollte rosa oder rot sein.

 

5. Reifenzustand

Das Reifenprofil sollte gleichmäßig abgenutzt sein und alle vier Reifen sollten übereinstimmen. Ungleichmäßiges Profil oder übermäßiger Verschleiß an einigen Reifen bedeutet oft eine schlechte Ausrichtung, was ein Symptom für Probleme mit der Lenkung, Aufhängung oder dem Rahmen sein kann. Ein schlecht ausgerichtetes Auto wird beim Fahren nach rechts oder links ziehen.

 

6. Kilometerstand

Ein durchschnittliches Auto legt pro Jahr etwa 20.000 km zurück. Um herauszufinden, ob das Auto, das Sie betrachten, einen hohen oder niedrigen Kilometerstand hat, teilen Sie die Zahl auf dem Kilometerzähler durch das Alter des Fahrzeugs. Ein Auto mit hohem Kilometerstand hat einen höheren Verschleiß an den mechanischen Komponenten. Erfahren Sie mehr darüber, warum ein hoher Kilometerstand beim Kauf eines Gebrauchtwagens wichtig ist.

 

7. Elektronik im Innenraum

Das Radio aufzudrehen, wenn Ihr Lieblingssong läuft, ist eine der kleinen Freuden des Autobesitzes. Drücken Sie ein paar Knöpfe und stellen Sie sicher, dass die Stereoanlage und die anderen elektronischen Komponenten im Cockpit richtig funktionieren. Schalten Sie auch die Klimaanlage und die Heizung ein.

 

8. Polstermöbel

Sitze und Innenraumgewebe können in einem Fahrzeug einiges aushalten. Achten Sie auf Risse, Flecken und rissiges Leder auf allen Vorder- und Rücksitzen – die Reparatur von Polstern kann sehr teuer werden.

 

9. Probefahrt

Die Probefahrt ist wahrscheinlich der wichtigste Teil beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Planen Sie Ihre Route und testen Sie das Auto auf Herz und Nieren, um seine Manövrierfähigkeit, Beschleunigung, Bremsen und Federung zu prüfen. Fahren Sie, wenn möglich, auf der Autobahn und versuchen Sie, parallel einzuparken, um ein Gefühl für eventuelle tote Winkel des Autos zu bekommen.

 

10. Mechanische Inspektion

Wenn Sie glauben, den Gebrauchtwagen Ihrer Träume gefunden zu haben, sollten Sie ihn für eine Inspektion zu einem Mechaniker Ihres Vertrauens bringen. Ein Mechaniker kann feststellen, ob das Fahrzeug grundlegende Probleme oder Bereiche hat, die in der Zukunft zu einem Problem werden könnten. Es ist kein kostenloser Service, aber es könnte Sie davor bewahren, eine Zitrone zu kaufen.